Don Camillo Linz

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Es ist das Jahr 1947, und der fiktive Ort Boscaccio ist ein Dorf in der nord-italienischen Poebene. In dem scheinbar verschlafenen Nest wird ein Streit ausgetragen zwischen den traditionellen Werten und den Idealen einer sozialen Revolution.

 

Don Camillo ist ein schlagkräftiger und schlitzohriger Priester, der in ständigem Konflikt mit dem kommunistischen (und ebenfalls schlagkräftigen) Bürgermeister Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone, liegt. Im zurückliegenden Krieg haben beide als Partisanen gegen die Faschisten nebeneinander gekämpft. Jetzt „bekriegen“ sie sich gegenseitig, und kämpfen doch – jeder auf seine Weise – beide bemüht darum, die Probleme der Nachkriegszeit zu bewältigen.

 

Auf der Seite Don Camillos stehen die reichen Gutsbesitzer und konservativen Kirchgänger, hinter Peppone die armen Lohnarbeiter. Die einen verachten die anderen schon beinahe aus Tradition heraus. Solange es nur um Worte, Ideen und Ansprüche geht, sorgt der Streit nur für Unfrieden im Ort.

 

Doch als bald ein Streik den gesamten Viehbestand zu vernichten droht, erkennen Don Camillo und Peppone, dass die bedingungslose Konfrontation das Dorf ins Elend stürzen wird. Zum wirklichen Umdenken führt aber erst ein junges Liebespaar. Gina, die Tochter des Grundbesitzers Pasotti, liebt Mariolino, den Sohn des armen Bruciata. Es ist die klassische Romeo- und Julia-Geschichte: Zwei verfeindete Familien versuchen mit allen Mitteln, die Verbindung ihrer Kinder zu verhindern. Man weiß, wie das bei Shakespeare endet. Auch in diesem Fall sehen die Liebenden keinen anderen Ausweg, als den gemeinsamen Tod. Zum Glück erfahren Don Camillo und Peppone rechtzeitig, dass die beiden ins Wasser gehen wollen. Sie alarmieren die Bewohner des Orts, und gemeinsam spürt die Dorfgemeinschaft das verzweifelte Paar auf. Der Schock führt einerseits zur Einsicht, dass weder Don Camillo noch Peppone das Dorf Boscaccio je ganz gehören wird und andererseits zur Hochzeit von Gina und Mariolino.